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"Pitchen, vernetzen, weiterdenken" – Ein Erfahrungsbericht von TRAVEE

Workshops, Speed-Coachings, Netzwerkformate – das Gründerduo hinter der Reise-App TRAVEE hat beim Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2025 nichts dem Zufall überlassen. Im Interview berichten Conrad und Lam Tuyen Mildenstrey, wie juristische Aha-Momente, spontane Live-Demos und ehrlicher Austausch mit anderen Teams ihre Gründung nachhaltig geprägt haben.

TRAVEE, gegründet von Conrad Mildenstrey und Lam Tuyen Mildenstrey, ist Gewinner des Hauptpreises der 1. Wettbewerbsphase des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) 2025. Im Interview berichtet das Team, das eine interaktive KI-gestützte Reise-App entwickelt, welche Angebote des BPW es besonders intensiv genutzt hat, wie Coachings und Pitch-Formate ihre Gründung geprägt haben und warum der Austausch mit anderen Teilnehmenden eine zentrale Rolle spielte.

Welche Angebote des BPW haben Sie besonders intensiv genutzt – und warum?

„Wir haben an vielen Seminaren und Workshops teilgenommen, darunter das Finanzforum sowie Workshops zu Finanzplanung, Steuern und Marketing. Diese Angebote haben uns geholfen, die Vielzahl an gründungsrelevanten Themen strukturiert zu erfassen und besser einzuordnen.

Darüber hinaus haben wir die Connect-Formate wie X-masConnect@BPW, SpringConnect und SummerBreezeConnect intensiv genutzt. Dort konnten wir unser Netzwerk ausbauen und im Rahmen von Speed-Coachings konkrete Anliegen adressieren.“

Gab es ein bestimmtes Coaching oder Feedback, das einen Unterschied gemacht hat?

„Besonders prägend war für uns ein rechtliches Coaching zu Holding-Strukturen und VSOP-Modellen. Dieses Themenfeld war für uns zu Beginn neu und mit vielen unbekannten Begriffen verbunden. Durch das Coaching haben wir ein fundiertes Grundverständnis für diese Konstrukte entwickelt und konnten strategische Optionen erstmals realistisch bewerten. Das hat uns spürbar mehr Sicherheit in frühen Entscheidungsprozessen gegeben.“

Wie wichtig war Ihnen der Austausch mit anderen Teilnehmenden, Mentor:innen oder Expert:innen?

„Der Austausch war für uns sehr wichtig. Es war bereichernd, andere Gründungskonzepte kennenzulernen – insbesondere die der Top-10-Teams, aber auch vieler weiterer Teilnehmender aus den Netzwerkveranstaltungen. Der Dialog hilft, eigene Herausforderungen besser einzuordnen und macht deutlich, dass man auf dieser Reise mit allen Höhen und Tiefen einer Gründung nicht allein ist.“

Welche Pitch-Situation im BPW ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

„Besonders in Erinnerung geblieben ist uns unser erster Jurypitch, der letztlich auch zum Sieg geführt hat. Wir sind sehr entspannt in den Pitch gegangen, da wir uns den Hauptpreis nicht ausgemalt hatten. Unser Fokus lag darauf, dabei zu sein und unsere Idee zu präsentieren. Umso mehr hat es uns gefreut, dass die Live-Demo so gut funktioniert hat. Bis kurz vor dem Pitch haben wir noch daran gearbeitet und waren uns unsicher, ob wir sie zeigen sollten. Im Nachhinein war das die richtige Entscheidung: Die Demo hat für spürbare Begeisterung gesorgt und aus unserer Sicht zur positiven Resonanz der Jury beigetragen.“ 

Wie hat das Erlernen des Pitchens Ihre weitere Kommunikation mit Investor:innen, Kund:innen oder Partner:innen verändert?

„Das Pitch-Training hat unsere Kommunikation deutlich geschärft. Der 90-Sekunden-Publikumspitch hat uns dazu gezwungen, unser Produkt auf das Wesentliche zu reduzieren und klar zu priorisieren. Statt Funktionen aufzuzählen, beschreiben wir unsere Idee heute stärker über konkrete Use Cases. Das macht den Mehrwert für Geschäftspartner:innen und Nutzer:innen schneller verständlich und sorgt auch intern für mehr Klarheit.“

In welchem Bereich haben Sie während des BPW am meisten dazugelernt – und wie wirkt sich das heute auf Ihre Arbeit aus?

„Am meisten haben wir im Bereich Finanzen dazugelernt, insbesondere in den Themen Finanzplanung und Steuern. Dieses Verständnis der finanziellen Zusammenhänge gibt uns heute die Sicherheit, unsere Buchhaltung selbst zu führen und unsere Zahlen sehr eng zu begleiten.

„Zusätzlich haben die vielen Pitch-Gelegenheiten – vor Jurys wie auch vor größerem Publikum – unsere Präsentations- und Public-Speaking-Skills deutlich gestärkt. Inzwischen empfinden wir solche Situationen nicht mehr als Belastung, sondern als Chance, unsere Ideen zu vermitteln.“

Was empfehlen Sie neuen BPW-Teilnehmenden, um die Netzwerk- und Coachingangebote optimal zu nutzen?

„Wir empfehlen, möglichst viele Angebote wahrzunehmen – sowohl Informations- als auch Netzwerkformate. Gerade die Kombination aus fachlichem Input und persönlichem Austausch ist besonders wertvoll.

Beim SpeedCoaching lohnt es sich, Fragen im Vorfeld zu bündeln und zu priorisieren. Die 15 Minuten sind sehr intensiv, und eine gute Vorbereitung hilft, den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.“

Der Erfahrungsbericht von TRAVEE zeigt, wie vielfältig die Unterstützung des BPW wirken kann. Workshops, Coachings und Pitch-Formate helfen dabei, komplexe Themen zu strukturieren, Sicherheit zu gewinnen und die eigene Idee klar zu kommunizieren. Der Wettbewerb ist dabei weniger ein starres Programm als vielmehr ein Begleiter, der Gründungsteams Raum zum Lernen, Ausprobieren und Weiterentwickeln gibt.

TRAVEE ist inzwischen in den App Stores verfügbar und wird bereits aktiv von Nutzer:innen eingesetzt.

Wer heute überlegt, den nächsten Schritt zu gehen, findet im BPW nicht nur fachliche Angebote, sondern auch Austausch, Orientierung und Ermutigung. Oft sind es genau diese Impulse, die den Unterschied machen.

Die nächste Wettbewerbsphase des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg läuft aktuell. Alle Informationen zur Teilnahme gibt es hier.