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Krise? Können wir!

Rückschläge gehören zum Gründen dazu. Sie sind kein Ausnahmefall, sondern Teil des Gründungsalltags. Wie können Gründerteams Rückschläge gemeinsam meistern?

Rückschläge gehören zum Gründen dazu. Sie sind kein Ausnahmefall, sondern Teil des Gründungsalltags. Ein Produkt kommt nicht an, eine Finanzierung verzögert sich, im Team entstehen Spannungen oder die Strategie passt plötzlich nicht mehr zum Markt. Für viele Gründerteams wirken solche Phasen im ersten Moment wie ein Stillstand oder sogar wie ein Rückschritt. Tatsächlich sind genau diese Phasen oft entscheidend für die Weiterentwicklung.

Denn Krisen entstehen selten plötzlich. Sie entwickeln sich schrittweise – und beginnen nicht mit fehlender Liquidität, sondern mit Unklarheiten im Team, in der Strategie oder in der Kommunikation. Wer diese frühen Signale erkennt, kann gegensteuern, bevor aus kleinen Reibungen große Probleme werden.

Krisen als Chance zur Weiterentwicklung

Gerade in jungen Gründerteams ist viel in Bewegung: Rollen entwickeln sich, Prioritäten verschieben sich und Entscheidungen müssen oft unter Zeitdruck getroffen werden. Schwierigkeiten entstehen dabei häufig nicht plötzlich, sondern schrittweise – etwa, wenn Konflikte unausgesprochen bleiben, Abstimmungen unklar werden oder wichtige Entscheidungen immer weiter verschoben werden. Umso wichtiger ist es, Veränderungen im Team oder im Markt früh wahrzunehmen und offen darüber zu sprechen.

Krisen fühlen sich dabei oft wie Rückschritte an. Gleichzeitig können sie wichtige Momente der Neujustierung sein.

„Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“

Dieses Zitat von Max Frisch beschreibt, worum es geht: Nicht jede Schwierigkeit bedeutet Scheitern. Oft zeigt sich erst in herausfordernden Phasen, was im Geschäftsmodell, in der Strategie oder in der Zusammenarbeit wirklich funktioniert – und was angepasst werden muss.

So kann ausbleibendes Kund:innenfeedback darauf hinweisen, dass die Zielgruppe noch nicht klar genug definiert ist. Ein gescheiterter Produktlaunch kann neue Erkenntnisse darüber liefern, welche Bedürfnisse tatsächlich relevant sind. Und Spannungen im Team können helfen, Rollen, Verantwortlichkeiten und gemeinsame Erwartungen neu zu klären.

Hilfreich ist dabei, bewusst einen Schritt zurückzutreten und die Situation gemeinsam zu analysieren: Was genau ist passiert? Welche Faktoren haben dazu geführt? Und was können wir daraus lernen? Erfolgreiche Gründerteams zeichnen sich oft nicht dadurch aus, dass sie keine Krisen erleben, sondern dadurch, dass sie bereit sind, aus ihnen zu lernen und ihr Vorgehen anzupassen. Kleine Fortschritte sichtbar zu machen, hilft zusätzlich dabei, auch in schwierigen Phasen motiviert zu bleiben.

Unterstützung nutzen

Krisen müssen nicht allein bewältigt werden. Externe Perspektiven helfen oft, schneller Klarheit zu gewinnen und neue Lösungsansätze zu entwickeln.

Genau hier setzt auch der BPW an:
Mit Workshops, Feedbackformaten und individuellen Beratungen ermöglicht der Wettbewerb Gründerteams, ihre Situation zu reflektieren und strukturiert weiterzuentwickeln. Der Austausch mit Expert:innen und anderen Gründer:innen eröffnet neue Blickwinkel und hilft, Herausforderungen besser einzuordnen. Besonders hilfreich kann dabei der regelmäßige Austausch im Netzwerk sein. Wer sich mit anderen Gründer:innen vernetzt, merkt oft schnell, dass Herausforderungen, Unsicherheiten oder Konflikte kein Einzelfall sind. Gleichzeitig entstehen neue Ideen, Kontakte und Lösungsansätze. Wer sich unkompliziert vernetzen möchte, kann sich einfach hier registrieren, unsere Veranstaltungen besuchen und unser Netzwerk kennenlernen.

Auch die Veranstaltungen des BPW bieten praktische Unterstützung in unterschiedlichen Gründungsphasen – von Strategie und Finanzierung bis hin zu Kommunikation, Pitch oder Teamarbeit. Einen Überblick über aktuelle Workshops, Seminare und Events findet ihr hier.
Wer Inhalte später noch einmal vertiefen möchte, findet außerdem in der Mediathek die Handouts der BPW-Seminare mit vielen praktischen Impulsen und Methoden für den Gründungsalltag. 

Auch Mentor:innen und externe Perspektiven können wertvolle Impulse geben – sei es bei strategischen Fragen, im Umgang mit Konflikten oder bei der nächsten wichtigen Entscheidungsrunde.

Fazit

Krisen gehören zum Gründungsprozess dazu. Sie sind herausfordernd – aber sie bieten auch die Chance, als Team zu wachsen, Entscheidungen zu schärfen und das eigene Vorhaben weiterzuentwickeln.

Wer früh hinschaut, offen kommuniziert und bereit ist, aus Erfahrungen zu lernen, kann Rückschläge nicht nur bewältigen, sondern aktiv nutzen.

Mit den passenden Strukturen, einem starken Team und der Unterstützung durch Netzwerke wie den BPW wird aus einer schwierigen Phase oft der nächste Entwicklungsschritt.