Im Siemens A32 in Berlin präsentierten die zehn Finalteams ihre Businesspläne vor rund 200 Gästen. Gastgeberin des Abends war die Berliner Sparkasse. Nancy Plaßmann, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, eröffnete die Veranstaltung stellvertretend für das Haus und betonte die Bedeutung tragfähiger Gründungskonzepte für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Durch das Programm führten Sabine Becker (ILB) und Janine Korbaniak (IBB).
Zehn Teams, 90 Sekunden und ein klarer Blick nach vorn
Die zehn Finalteams präsentierten ihre Businesspläne in jeweils 90 Sekunden vor Publikum. Dabei wurde schnell klar, wie unterschiedlich die Themen sind: Insightl arbeitet an datenbasiertem Career-Coaching, Peripath begleitet Frauen in der Perimenopause und weaveme bringt Menschen wieder stärker in den direkten Austausch. Daneben standen auch ganz andere Ansätze auf der Bühne – etwa Wuule mit modularen Spielmöbeln oder Papierodie mit künstlerischen Arbeiten aus recyceltem Material.
Alle Top-10-Teams waren zudem mit eigenen Ständen vor Ort vertreten. Dort konnten Besucher:innen im Laufe des Abends tiefer in die Geschäftsmodelle eintauchen, Fragen stellen und direkt mit den Gründer:innen ins Gespräch kommen.
Publikumspreis für Spree Monitoring
Nach den Pitches entschied das Publikum über den Publikumspreis. Die Wahl fiel auf Spree Monitoring, das mit einem sensorgestützten System zur Überwachung von Brücken überzeugte.
Für das Team war die Auszeichnung eine spürbare Bestätigung: Es sei „ein super Gefühl“, das Publikum überzeugt zu haben – und ein Zeichen dafür, dass das Thema auch bei Menschen ankommt, die sich sonst nicht täglich damit beschäftigen.
Der nächste Schritt ist klar formuliert: das Produkt am Markt etablieren und erste Kund:innen gewinnen.
Hauptpreis für MOVOLTA
Der Hauptpreis der zweiten Phase, dotiert mit 15.000 Euro, ging an MOVOLTA. Das Team entwickelt eine Lösung zur Nachrüstung von Kühl-Lkw mit ultraleichten Solarmodulen, um Emissionen, Betriebskosten und Lärmbelastung zu reduzieren.
Die Freude über die Auszeichnung war groß – und gleichzeitig stehen die nächsten Schritte schon fest. Der Gewinn sei ein „Megagefühl“, sagte das Team im Anschluss. Viel Zeit zum Innehalten bleibt allerdings nicht: „Morgen gehen wir zum Notar.“
Die Gründung der GmbH steht also unmittelbar bevor. Erste Aufträge gibt es auch schon, die Systeme sollen bald im realen Einsatz getestet werden.
Gespräche, die weitergehen – auf und neben der Bühne
Neben den Pitches rückte im weiteren Verlauf des Abends auch der Austausch stärker in den Fokus. In einer Talkrunde mit Vertreterinnen aus Berlin und Brandenburg ging es um die Frage, welche Rahmenbedingungen Gründer:innen aktuell vorfinden – und welche Unterstützung sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit benötigen.
Spätestens beim Get-together verlagerte sich das Geschehen dann spürbar von der Bühne in den Raum. Vor den Ständen der Top-10-Teams wurde weiterdiskutiert, nachgefragt und vertieft: Wie funktioniert das Geschäftsmodell? Wo steht das Projekt gerade? Und was sind die nächsten Schritte?
Jetzt ist eure Chance!
Die zweite Prämierung hat gezeigt, wie unterschiedlich die Wege in die Gründung sein können – und wie konkret viele Teams bereits an der Umsetzung ihrer Vorhaben arbeiten.
Der BPW geht nun in die nächste Runde: Die Abgabefrist für die dritte Phase endet am 19. Mai 2026.
Für viele Teams ist das der nächste Schritt – für andere vielleicht der Einstieg: Nutzt eure Chance und bewerbt euch!
