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Brückensicherheit, Inklusion und starke Ideen: Das war die dritte Prämierung des BPW 2026

Mit der dritten Prämierung fand das Wettbewerbsjahr 2026 des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) seinen feierlichen Abschluss.

In der Investitionsbank Berlin (IBB) kamen Gründer:innen, Partner:innen und Unterstützer:innen zusammen, um die überzeugendsten Geschäftskonzepte des Jahres auszuzeichnen und gemeinsam auf ein starkes Wettbewerbsjahr zurückzublicken.

„Warum heißt es eigentlich Unternehmen?“

Mit diesen Worten eröffnete Janine Korbaniak (IBB) die Preisverleihung. 

„Weil man etwas unternimmt. Weil man sich auf den Weg macht. Weil man anpackt und loslegt.“

1.774 Gründungsinteressierte haben in diesem Wettbewerbsjahr 2026 genau das getan: 416 eingereichte Geschäftskonzepte, zehn Finalistenteams und zahlreiche innovative Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die Gründungsszene der Metropolregion ist. Das Spektrum der im Finale vertretenen Ideen reichte von Künstlicher Intelligenz für die Logistik über Biotechnologie und Digital Health bis hin zu nachhaltigen Lösungen für die Bauwirtschaft, Mobilität und soziale Teilhabe. Damit spiegelte das Finale die gesamte Bandbreite der regionalen Innovationslandschaft wider.


Wenn Innovation Brücken schlägt

Brücken gehören zur kritischen Infrastruktur – und ihre Instandhaltung wird vielerorts zur Herausforderung. Genau hier setzt Spree Monitoring an. Das Berliner Startup entwickelt ein intelligentes Monitoring-System, das Veränderungen im Beton frühzeitig erkennt und so helfen kann, Schäden zu beseitigen, bevor sie sicherheitsrelevant werden. Für diesen Ansatz wurde das Team mit dem Hauptpreis der dritten Wettbewerbsphase ausgezeichnet, der mit 20.000 Euro dotiert ist. 

Niklas Epple von Spree Monitoring, scherzte, dass das Preisgeld wohl nicht für eine Feier oder eine neue Kaffeemaschine verwendet werden würde:

„Die Auszeichnung gibt uns Rückenwind für die nächsten Schritte. Das Preisgeld werden wir gezielt in die Weiterentwicklung unserer Technologie und die notwendige Messtechnik investieren, um unsere ersten größeren Projekte umzusetzen.“


Musik kennt keine Barrieren

Innovation zeigt sich nicht nur in neuer Technologie, sondern auch darin, wie sie Menschen zusammenbringt. Das Berliner Team von klingklusion entwickelt barrierefreie digitale Musikinstrumente und ermöglicht Kindern mit unterschiedlichen Fähigkeiten einen niedrigschwelligen Zugang zum Musizieren. Für diesen Ansatz erhielt das Team den mit 5.000 Euro dotierten Nachhaltigkeitspreis.

Andreas Förster, Geschäftsführer und verantwortlich für die Technik bei klingklusion, freute sich über die Auszeichnung. Besonders wichtig sei ihm, dass mit dem Nachhaltigkeitspreis ein Projekt gewürdigt werde, das für soziale und gesellschaftliche Nachhaltigkeit stehe und Menschen mit Behinderungen einen niedrigschwelligen Zugang zum Musizieren ermögliche.


Der Publikumsliebling des Abends

Neben der Jury hatte natürlich auch das Publikum das Wort. Wie bereits in den beiden vorangegangenen Wettbewerbsphasen präsentierten die zehn Finalistenteams ihre Geschäftsideen in jeweils 90 Sekunden vor dem Publikum. Im Anschluss konnten die Gäste digital für ihren Favoriten abstimmen.
Den mit 3.000 Euro dotierten Publikumspreis gewann StemGel. Mit ihrer Technologie für reproduzierbare dreidimensionale Zellkulturen zur biomedizinischen Forschung konnte die Ausgründung aus der Freien Universität Berlin das Publikum überzeugen. 

„Die letzten Monate waren sehr aufregend“, erzählte Mitgründer Lasse Riediger. 

„Ich freue mich sehr, es ist eine tolle Veranstaltung. Konkret gehen wir gerade mit neuen Partnerlaboren in die nächste Validierungsphase und validieren StemGel für verschiedene Zelllinien.“


Wo Gründungsideen ihren Anfang nehmen

Erfolgreiche Gründungen entstehen selten allein. Hochschulen spielen dabei eine wichtige Rolle, indem sie Studierende und wissenschaftliche Teams auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleiten. Mit der Auszeichnung „Ideenschmiede“ würdigt der BPW dieses Engagement jedes Jahr aufs Neue.
Für Berlin wurde die Universität der Künste Berlin ausgezeichnet. Stellvertretend nahm Venessa Tanović die Ehrung entgegen.Für Brandenburg erhielt die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg die Auszeichnung. Stellvertretend nahm Kerstin Münzberg den Preis entgegen. Überreicht wurden die Ehrungen von Dr. Stefan Franzke (Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie) und Sebastian Saule (Wirtschaftsförderung Land Brandenburg). 


Mehr als eine Preisverleihung

Auch nach der Preisverleihung blieb die Bühne nicht der einzige Ort für gute Gespräche. Beim anschließenden Get-together nutzten Gründer:innen, Partner:innen und Gäste die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kooperationen anzustoßen. 
Gerade dieser persönliche Austausch gehört seit vielen Jahren zu den Stärken des BPW: Aus Ideen entstehen Gespräche, aus Gesprächen Netzwerke und oft der entscheidende Impuls für den nächsten Entwicklungsschritt.


Ein Wettbewerbsjahr endet, das nächste beginnt

Über neun Monate hat der BPW 1.774 Gründungsinteressierte mit Seminaren, Veranstaltungen und dem dreiphasigen Wettbewerb begleitet. Viele Teams konnten ihre Ideen im Wettbewerb weiterentwickeln, wertvolles Feedback sammeln und wichtige Kontakte für ihre Unternehmensgründung knüpfen. Mit der dritten Prämierung hat das BPW-Jahr 2026 geendet.

Lange dauert die Pause allerdings nicht: Bereits am 8. Oktober startet beim deGUT in der Arena Berlin das neue Wettbewerbsjahr des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg.

Wir freuen uns darauf, auch dann wieder zahlreiche Gründer:innen auf ihrem Weg von der Idee zum erfolgreichen Unternehmen zu begleiten.